THC-Finalfestival

bei den Jeep Open: Rekordergebnis bei offenen Tennis- Stadtmeisterschaften von Neumünster mit vier Gastgebertiteln

Um kurz nach 19 Uhr am Sonntag verwandelte Herren-60-Sieger Hubertus Krahn vom THC Neumünster nach insgesamt 75 Matches in drei Tagen den letzten Ball der 5. Jeep Senior Open  und setzte damit den Schlusspunkt der bis dato erfolgreichsten offenen Stadtmeisterschaften von Neumünster seit Bestehen dieses Turniers. Mit 80 Teilnehmern in den Altersklassen Herren30/40/45/50/55/60 und Damen30/50 verzeichnete das zweitgrößte Seniorentennisturnier des Nordens nicht nur einen neuen Teilnehmerrekord, auch zeigten sich die gleich vierfach siegreichen Spieler vom THC mit dem besten Gesamtergebnis von ihrer besten Seite. Turnierinitiator und –leiter Jörgen Michael war anschließend dann auch rundum zufrieden mit den Titelkämpfen, ausgetragen „im idealen Standort“ (Michael) in der Blauen Halle (Nobelstraße) und versprach eine sechste Neuauflage im nächsten Jahr mit neuen Zielen und Ansprüchen. „Die Rückmeldung aller Beteiligten war positiv, die regionale Wirtschaft unterstützt uns, wenn auch noch Reserven nach oben sind. Wir wollen weiter wachsen und ein Aushängeschild in der Seniorenszene Schleswig-Holsteins und Hamburg werden. Nicht nur quantitativ auch qualitativ.“, strebt der umtriebige Turnierleiter eine Heraufstufung in der Wertigkeit des Turniers beim Deutschen Tennisbund von bisher sieben auf vier oder fünf. An. Dann werden noch mehr und noch besser in der Deutschen Rangliste vertretende Spieler und Spielerinnen den Weg nach Neumünster finden als dies bis dato schon der Fall ist“, ist Michael direkt nach dem letzten Matchball schon mit den Planungen für 2016 beschäftigt. Denn was die Akteure teilweise auf den blauen Teppich zauberten, war Seniorentennis der Spitzenklasse und aller Ehren wert. Hauptverantwortlich dafür auch die Akteure der Nord- und Regionalligamannschaften vom THC Neumünster. Gleich vier von acht Titeln blieben auf heimischen Boden, zudem standen gleich vier weitere Neumünsteraner in den Finals. Sportlich gesehen eine fantastische Ausbeute, als „gute Gastgeber“ erwiesen sich die Asse vom THC und Einfeld jedoch weniger. Bei den Herren 40 standen mit dem neuen Titelträger Florian Neugebauer und dem Sieger von 2013 Jens Karstens gleich zwei THCer im Endspiel. Sieger Neugebauer erwies sich dabei nicht nur als Marathonmann, sondern auch als extrem nervenstark. Im Viertel- und Halbfinale sowie im Endspiel siegte er jeweils mit 11:9 im Matchtiebreak, wobei er im Finale beim 6:3, 3:6 und 11:9 gegen Teamkollege Karstens dabei sogar einen 5:9 – Rückstand noch zum Turniersieg drehte. Bei den Herren-50 traten mit Stephan Kammerer und Roul Warmbold ebenfalls zwei THC-Mannschaftskameraden gegeneinander an. Beide zogen ohne Satzverlust ins Finale ein, in dem Kammerer dank seines starken Aufschlags knapp mit 6:3 und 7:6 die Oberhand behielt. Bei den Herren-55 war Vorjahressieger Stefan Mühlstädt allein auf weiter Flur. Ohne auch nur in die Nähe eines Satzverlusts zu geraten, zeigte sich Mühlstädt auch gegen den nach einem Krimi gegen Kai Zachow (THC) in der Vorschlussrunde ins Finale gestürzten Andreas Matthiessen von der TS Einfeld deutlich überlegen und siegte mit 6:1 und 6:2 klar in zwei Sätzen. Eine Klasse für sich auch Hubertus Krahn (THC) bei den Herren-60. Mit glänzender Spielübersicht blieb er im Turnierverlauf ohne Satzverlust und ließ auch im Endspiel dem Marner Henning Borwieck, der in der Vorschlussrunde Einfelds Willi Stiebert in zwei Sätzen aus allen Titelträumen riss, beim 6:4 und 6:2 nur wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Erst im Endspiel seinen Meister fand der eigentlich schon bei den Herren-50 spielberechtigte Michael Kuhl. Der THC-Kapitän unterlag seinem fünf Jahre jüngeren Kontrahenten Sven Mylin („er spielte mir einfach zwischenzeitlich zu schnell) in einem sehenswerten Finale mit 2:6 und 4:6, wobei gerade im zweiten Durchgang eine Wende möglich schien. Bei den Herren-30 holte sich ein wenig überraschend aber jederzeit souverän der Molfseer Morten Greve bei seinem vierten Anlauf in Neumünster seinen ersten Titelgewinn. Nacheinander ließ er in der Vorschlussrunde erst den Titelkandidaten Clemens Geercken (Rahlstedt) sowie auch im Endspiel die Nummer zwei des Feldes, Mike Plohmann (Holm), glatt in zwei Sätzen hinter sich. Mit 15 Teilnehmern gehörte die Damen-40 – Konkurrenz zu den stärksten Feldern. Ihrer Favoritenrolle voll auf gerecht wurde dabei die topgesetzte Möllnerin Iris Dammann-Keyer, die sich ohne Satzverlust auch gegen ihre ungesetzt überraschend ins Finale vorgestoßene Mannschaftskollegin Heike Terschlüsen problemlos mit 6:0 und 6:2 durchsetzte und wichtige Punkte für die Deutsche Rangliste sammelte. Bei den Damen-50 kam nach Gruppenspielen die Prisdorferin Petra Jelinek bei ihrem ersten Start bei einem DTB-Ranglistenturnier mit 6:0 und 7:5 gegen Angela Lawerentz aus Schackendorf gleich zu ihrem ersten Turniererfolg überhaupt. Ein besonderes Lob hatte Jörgen Michael dann auch für alle Teilnehmer ob ihrer sportlichen Fairness bei den Jeep Open  parat: „In drei Tagen brauchte der Oberschiedsrichter nicht ein einziges Mal eingreifen. Die  Spieler und Spielerinnen gingen bei allem sportlichen Ehrgeiz hervorragend miteinander um. Das macht es nicht nur für die Organisatoren leichter, sondern dann auch sehr viel Spaß“, ist der Blick schon auf die beiden Auflagen im Sommer und Winter 2016 gerichtet.