Favoritensiege, Ausrutscher und ein Pechvogel

Per Durchmarsch zum Sieg bei den Herren 60: Hubertus Krahn vom THC Neumünster. 

Die von Jörgen Michael und dem THC auf die Beine gestellten Jeep Senior Open etablieren sich zusehends im norddeutschen Tennis-Kalender. Bei der sechsten Auflage des gerade erst von der Kategorie 7 nach 6 hoch gestuften Turniers in der Blauen Halle wurden 100 Teilnehmer gezählt – neuer Rekord. „In insgesamt 140 Matches an drei Tagen haben wir sehr gutes Seniorentennis mit zahlreichen Nord- und Regionalligaspielern gesehen“, bilanzierte Michael und sprach ferner von „besten Voraussetzungen,um 2017 gegebenenfalls eine weitere Kategorie aufzusteigen“. Neben wertvollen Ranglistenpunkten heimsten Sieger und Platzierte auch Sachpreise ein. Bei den Herren 30 setzte sich ein alter Bekannter souverän durch: Der an „1“ gesetzte Alexander Peetz (ehemals THC Neumünster, jetzt TC Alsterquelle) blieb ohne jeden Satzverlust und behielt auch gegen den Überraschungsfinalisten Marcus Pietsch (Ahrensburg) die Oberhand. Letzterer hatte Titelverteidiger Morten Greve (Molfsee) in Runde eins eliminiert. Im Finale stieg Pietsch bei 0:6, 0:2 verletzt aus. „Gegen Peetz hätte er aber eh verloren“, mutmaßte Cheforganisator Michael.

Eine spannende Vierergruppe mit gleich fünf Dreisatzmatches in sechs Partien gab es bei den Herren 35, wo am Ende Jens Sander (Schleswiger TC) die Nase vorn hatte und seinen Triumph bei den Jeep Senior Open von vor drei Jahren wiederholte. Ein Favoritensterben erlebten die Besucher bei den Herren 40/45. Der ungesetzte Marco Schmidtschen (Lübeck) bezwang nicht nur zum Auftakt den an „1“ gesetzten Sven Scharmbeck (Glücksburg) in drei Sätzen, sondern musste noch zwei weitere Male über die volle Distanz gehen – und das jeweils mit Erfolg; so auch im Finale gegen den an „4“ gesetzten Alexander Schubert (Blankenese). Anders lief es bei den Herren 50, wo sich im Endspiel die beiden Favoriten Bernd Willmann (1) und Jörg Wegner (2/beide Hamburger SV) gegenüberstanden. Wegner, der im Halbfinale den Lokalmatadoren Stephan Kammerer (THC) mit 7:6, 7:5 ausgeschaltet hatte, entschied das HSV interne Duell für sich. Einen Pechvogel gab es bei den Herren 55: den spielstarken Schweden Dan Eriksson (Warnemünde). Der Nordeuropäer eliminierte erst Titelverteidiger Stefan Mühlstädt (THC Neumünster), stürzte aber im Halbfinale gegen den an „2“ gesetzten späteren Sieger Ralf Stoyke (Goslar), woraufhin seine Brille zerbrach. Eriksson musste aufgeben, weil er praktisch nichts mehr sehen konnte. Im Endspiel zog der Topgesetzte Holger Wolf (Siek) gegen Stoyke mit 5:7, 2:6 den Kürzeren. Bernd Kumbier (THC Neumünster) schaffte es bis ins Halbfinale, dort war Wolf Endstation. Einen Durchmarsch zeigte bei den Herren 60 Hubertus Krahn. Der Titelverteidiger und an „1“ gesetzte Lokalmatador vom THC gab in drei Matches nur zehn Spiele ab. Auch Finalgegner Christian Onken (Bad Reichenhall) war beim 2:6, 2:6 chancenlos.

Weitere Sieger und Platzierte:

Herren 65: Finale: Torsten Essl(TCLütjenburg/1) - Hermann Tramberger (TC Alsterquelle/2) 6:3, 6:2

Damen 35: Finale: Vanessa Assheuer (HSV/1) Vanessa Wolski (Wandsbek/2) 6:3, 7:5

Damen 40/45: Finale: Nikola Koop(Wankendorf) - Cathrin Bangen (HSV/2) 6:3, 6:0

Damen 50/55: Finale: Dorothee Lenz(Reinbek/2) - Ingeborg Unger (Farmsen) 6:3, 6:4.

 

Quelle: Courier Nms